Schlaganfall vorbeugen

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Wie können Sie zur Schlaganfallvorbeugung beitragen?

Seien Sie wachsam und achten Sie auf Ihr Herz. Wenn Sie Herzbeschwerden haben und sich unwohl fühlen, gehen Sie zum Arzt. Außerdem können Sie durch eine herzgesunde Lebensweise Belastungen für Ihr Herz und das Herz-Kreislauf-System vermeiden.

1. Ernährung

Ernähren Sie sich möglichst ausgewogen. Essen Sie reichlich Obst und Gemüse, verschiedene Getreideprodukte sowie regelmäßig Milchprodukte und Fisch. Fleisch, Wurst und Eier sollten Sie in Maßen genießen, Fett und fettreiche Lebensmittel lieber sparsam verwenden. Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich. Sollten Sie übergewichtig sein, versuchen Sie, Ihr Gewicht zu reduzieren. Besprechen Sie dies ggf. mit Ihrem Arzt. Wenn Sie Vitamin-K-Antagonisten zur Schlaganfallvorbeugung einnehmen, müssen Sie auf den Vitamin-K-Gehalt der Lebensmittel achten. Fragen Sie dazu Ihren Arzt.

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Ausgewogene Ernährung, Bewegung, Vermeidung von Stress – eine gesunde Lebensführung tut jedem gut und steigert die Lebensqualität. Für Patienten mit Vorhofflimmern ist es besonders wichtig, dass sie im Alltag auf ihre Gesundheit achten.

Ganz wichtig: Verzichten Sie auf Zigaretten! Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, belastet die Blutgefäße und fördert Arterienverkalkung. Zudem verändert Nikotin die Zusammensetzung des Blutes. Es wird zähflüssiger, so dass es schneller verklumpt und sich Gerinnsel bilden. All dies führt dazu, dass bei Rauchern das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Vierfache erhöht ist! Sind Sie Raucher, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeiten einer Rauchentwöhnung. Was den Konsum von Alkohol betrifft, so ist gegen ein gelegentliches Gläschen Wein oder Bier meist nichts einzuwenden. Beachten Sie, dass Alkohol die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen und das Blutungsrisiko erhöhen und auch Episoden von Vorhofflimmern auslösen kann.

2. Bewegung

Körperliche Betätigungen und leichter Ausdauersport sind gut für das Herz. Studien zeigen, dass bereits 15 bis 30 Minuten leichte bis mittelschwere Bewegung pro Tag das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Besonders geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik, Nordic Walking, Wandern und Fahrradfahren, durch die Sie Ihre Ausdauer trainieren. Wichtig ist, dass Sie sich nicht überanstrengen. Wenn Sie bislang wenig oder keinen Sport getrieben haben, empfiehlt sich ein moderates Training unter Anleitung eines Sporttherapeuten.

Herzgesunde Lebensweise
  • Ernähren Sie sich ausgewogen. Die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind eine gute Orientierung. (www.dge.de)
  • Streben Sie Normalgewicht an.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Leichter Ausdauersport ist ideal. Informieren Sie sich ggf. über die Möglichkeit, an einer Herzsportgruppe teilzunehmen.
  • Trinken Sie nur wenig Alkohol.
  • Raucher sollten unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Informieren Sie sich ggf. über Kurse zur Rauchentwöhnung.
3. Notfallplan bei Schlaganfall

Trotz Vorbeugemaßnahmen kann ganz plötzlich ein Schlaganfall eintreten. Jetzt ist schnelles Handeln gefordert. Die medizinische Versorgung in den ersten Stunden nach dem Schlaganfall ist entscheidend für das Ausmaß der Folgeschäden im Gehirn. Der betroffene Patient kann nur hoffen, dass jemand in seiner direkten Umgebung die Notsituation richtig einschätzt und entsprechend reagiert. Daher sollte jeder wissen, wie er einen Schlaganfall erkennt und was zu tun ist.

Schlaganfall erkennen

Ein einfacher Test hilft, einen Schlaganfall zu erkennen. Bitten Sie den Betroffenen,

  • zu lächeln,
  • beide Arme gleichzeitig nach vorne zu strecken,
  • einen einfachen Satz nachzusprechen.

Wenn der Betroffene mit einer der drei Aufgaben Probleme hat, wählen Sie sofort den Notruf 112!

Richtig reagieren

  • Wählen Sie bei Verdacht auf Schlaganfall den Notruf 112.
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein. Beruhigen Sie ihn und signalisieren Sie, dass Hilfe unterwegs ist.
  • Lockern Sie beengende Kleidung.
  • Bringen Sie den Betroffenen bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage.
  • Achten Sie auf die Atmung und ggf. auf den Puls.
  • Reichen Sie keine Getränke oder Essen – der Schluckreflex kann gestört sein.
  • Leiten Sie bei Herz- oder Atemstillstand sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen ein.
Broschüre zum Thema
vorhof gr

Die Deutsche Seniorenliga hat in Kooperation mit Pfizer Deutschland eine Informationsbroschüre zum Thema "Vorhofflimmern" herausgegeben.

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